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 Rüden erziehen oder Kastration

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BeitragThema: Rüden erziehen oder Kastration   Sa 20 Nov 2010 - 16:55

Hallo Ihr lieben,

ich habe jetzt schon von mehreren Hundebesitzern (sie haben Rüden) gehört, das sie ihren Hund zwecks einfacherer Erziehung einfach Kastrieren lassen? Aber darf das ein Grund für einen medizinischen Eingriff sein?

Würde gerne mal eure Meinungen, Erfahrungen hierzu hören.

Ich Persönlich hatte in meinem Leben mit zwei Rüden ( einmal Mischling und einem Rottweiler) Kontakt und beide waren nicht kastriert. Sicherlich sie waren Rüden mit den entsprechenden Verhalten, aber das heißt ja nicht das man sie nicht händeln kann. Man muss in der Erziehung konsequent sein und ihnen ihren Platz im "Ruden" zeigen (was ich finde man bei jedem Hund sollte) , aber dann können auch Rüden (unkastriert) ganz tolle Hunde sein.

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Sprina+Lucie
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BeitragThema: Re: Rüden erziehen oder Kastration   Sa 20 Nov 2010 - 19:19

Ich kenne mich mit Rüden nicht wirklich aus, aber glaube es ist wie bei Hündinnen oft eine Fall-zu-Fall-Entscheidung. Man kann einem Rüden sicher mit einer Kastration das Leben viel einfacher machen, weil er nicht ständig "Weibern nachsteigt". Ich hätte bei einem Rüden auch nicht so eine Hemmschwelle wie bei einer Hündin, weil der Eingriff nicht so tief ist. Die Hormone kann man sich ja nicht weg-erziehen!

Bei jungen Hündinnen steht das Mindern des Krebsrisikos an erster Stelle, oder wie bei Lucie jetzt ist hypersexuelles Verhalten.

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Wenn dich dein Leben nervt, streu' Glitzer 'drüber!
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BeitragThema: Re: Rüden erziehen oder Kastration   Mi 29 Dez 2010 - 13:45

Meiner Meinung nach ist das absoluter Tinnef.
Hunde kastrieren zu lassen um ein Verhalten zu ändern funktioniert nur in Ausnahmen und zwar nur dann wenn der Rüde aufgrund von den Hormonschwankungen völlig Gaga ist (das kommt aber nur dann vor wenn die Hündinnen der Umgebung läufig sind), er Hypersexuell ist oder dergleichen.
All diese Extrembeispiele sind aber auch nur dann anzutreffen wenn die Hündinnen der Umgebung läufig snd, ansonsten müsste der Rüde viel ruhiger sein bzw. bei der Hypersexualität alleridngs ganzjährig.

Dennoch haben wir von 5 Rüden nur einen der NICHT kastriert ist. Wie kommt das?
Alle "Ochsen" sind sehr spät kastriert worden, heißt mit meistens weit über 2Jahren.
Der eine DSH Rüde meiner Schwester war extrem Hypersexuell (es wurde immer Schlimmer) und ich habe ihr zur Kastration geraten, seitdem hat er gar keine Probleme mehr was seinen übersteigerten Trieb angeht.
Amadeus und Yako haben viele Probleme gehabt, in der Läufigkeitszeit sind sie im Freilauf abgehauen wenn es ging, waren nur am Jaulen, haben Futter verweigert und geschrien - ja richtig gelitten haben die beiden.
Wir haben eine Kastration für besser gehalten und es hat ihnen geholfen.
Arco, der RR-Labbimix meiner Mutter ist er seit Ostern 2010 in Deutschland und wurde in Afrika - dort kommt er her, kastriert weil man es für besser hielt -> eben Rüde erziehen ist Schwierig und der macht so viele Probleme und dergleichen.

Normale Verhaltensprobleme bekommt man durch eine Kastration NICHT in den Griff...
man muss schon selbst etwas tun. Markieren tun sie auch weiterhin - wenn man sie denn hat erwachsen werden lassen und sie nicht schon BEVOR sie hormonell herangereift sind kastrieren lassen hat.
Ich bin Exclamation einen Hund bei gesundheitlichen Problematiken kastrieren zu lassen, aber nicht pro Forma oder wiel man zu "faul" ist oder eine Hündin halten will etc.
Gesundheitlich bedeutet für mich allerdings auch wenn der Hund wirklich leidet unter seinem Trieb.

Einen Rüden zu erziehen ist, meiner Meinung nach, nicht schwerer als eine Hündin. Im Gegenteil, denn Hündinnen die sich bis aufs Blut nicht ausstehen können - können schonmal ihr Leben lang verkracht sein - Rüden prügeln sich und können danach wieder gut Freund sein Wink
Was allerdings etwas Problematischer ist, Rüden sind häufig das Geschlecht was potenziell aggressiver gegenüber Artgenossen ist.
Heißt es gibt mehr offensiv-aggressive und übergriffige Rüden, die dann eher auf Rüden abgehen, wovon die angegriffenen Rüden wieder etwas gelernt haben und ihrerseits dann auch eher dazu neigen durch solche Erfahrungen offensiv-aggressiv und übergriffig gegenüber anderen Rüden zu sein Neutral
Das trägt sich so weiter...


Nina
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Linnet
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BeitragThema: Re: Rüden erziehen oder Kastration   Mi 29 Dez 2010 - 16:01

Ich denke das hängt auch viel mit den Hunden im Haushalt und den Hunden in der Nachbarschaft zusammen.
Leidet ein Rüde sehr während der Läufigkeitphasen und es gibt viele Hündinnen im direkten Umkreis - geht er gar auf Abenteuer um diese zu finden ist es wohl schon besser ihn kastrieren zu lassen.

Hat man beide Geschlechter im Haus und Schwierigkeiten zu trennen oder den/die Rüden zur Ruhe zu bringen würd ich vermutlich eher den Rüden als die Hündin unters Messer schicken. (Natürlich nur abhängig von anderen Umständen). Der Eingriff ist einfach weniger invasiv vom Operationstechnischen Standpunkt in meinen Augen
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BeitragThema: Re: Rüden erziehen oder Kastration   Mi 29 Dez 2010 - 18:07

Naja, der Eingriff ist für den TA jetzt nicht so Schwierig beim Rüden, aber passieren kann dabei auch was. Op bleibt eben OP.

Aber es ging ja auch viel mehr darum ob man nen Rüden kastrieren sollte, weil er dann besser/leichter/einfacher zu erziehen ist...
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BeitragThema: Re: Rüden erziehen oder Kastration   Mi 29 Dez 2010 - 18:30

Danke für eure Antworte.....

Scherbenstern Du sprichst mir aus der Seele.....Danke.....
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Linnet
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BeitragThema: Re: Rüden erziehen oder Kastration   Mi 29 Dez 2010 - 19:01

OP bleibt sicherlich OP, aber die Unterschiede zwischen nem eher oberflächlichen Schnitt beim Rüden und einem invasiveren Schnitt bei der Hündin sind da. Ich habe beides schon live und in Farbe gesehen und auch die Reaktionen von ziemlich gleichzeitig behandelten Tieren beider Geschlechter. Rüden erholen sich generell schneller von der OP.

Und wenn dein Rüde wegen der Hündin im eigenen Haus überreagiert, wäre die Frage auch wieder aktuell, einer muss nur wer.
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BeitragThema: Re: Rüden erziehen oder Kastration   Mi 29 Dez 2010 - 19:31

Sorry aber MUSS ich mir einen Rüden/Hündin ins Haus holen wenn ich nicht züchten will und ich ein aktives Tier des anderen Geschlechtes habe und nicht trennen kann in der Zeit bzw. nicht dafür garantieren kann das der eben nicht Rüde leidet?
Eigentlich muss ich das nicht ;-)

Wir haben eine Gruppe von bis zu 7Hunden, davon ist allerdings nur noch ein Rüde intakt. In der Läufigkeitszeit bekommt er eine Auszeit - wir trennen, können das aber noch absolut ohne Probleme durchziehen.
Und ja, beide Hündinnen sollen in der Zucht eingesetzt werden.
Aber der Ottonormalhundler muss das nicht tun, er kann zugunsten des Tieres wählen.

Eine Kastration ist eine Kastration und immer ein Eingriff und ich würde mich nicht nur deswegen weils leichter ist dafür Entscheiden einen Rüden kastrieren zu lassen ;-)
Für mich würden da noch weitere Faktoren mitspielen und eine Kastration würde ich NIE leichtfertig entscheiden, auch beim Rüden nicht. Es ist und bleibt ein Eingriff und ne Hündin wird ja auch nicht unbedingt voll ausgeräumt...

Wie gesagt, es ging hier nicht um Kastration im Falle einer Schädigung des Rüden/oder der Hündin, sondern es ging um eine Kastration als Erziehungshilfe...und das damit zu Rechtfertigen das ein Rüde ja mal leichter Kastriert ist als ne Hündin finde ich auch eher Quatsch.

Nina
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Lovis
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BeitragThema: Re: Rüden erziehen oder Kastration   Mi 29 Dez 2010 - 20:11

Hui ;)Hier geht's ja rund Shocked Very Happy
Ich denke das Thema Kastration ist für die Meisten sehr emotional besetzt, nicht nur in diesem Forum, um so wichtiger zu versuchen einen kühlen Kopf zu behalten Very Happy
Und ja, hier im Thread ging es ursprünglich von der Eröffnung her um die Frage Erziehung oder Kastration.Wie Scherbenstern schreibt, gibt es in Ausnahmefällen Rüden, die hormonell überaktiv sind und da mag es dann Verhaltensprobleme auf Grund dieser Tatsache geben, aber das ist eben die Ausnahme. Ein guter TA wird aus diesem Grund auch nie zur Kastration wegen Verhaltensproblemen (außer eben bei genannter Ausnahme) raten. Möglich ist eine zeitlich begrenzte chemische Kastration, um festzustellen , ob die Kastration den gewünschten Erfolg hat bzw. hätte.
Das andere Thema, da es ja nun hier auch angesprochen wurde, ist Kastration überhaupt:
Ja, in der Regel wird man sich vernünftigerweise nicht für intakte Tiere beiderlei Geschlechtes in einem Haushalt entscheiden. Aber es werden sich auch jenseits von Vernunft immer Situationen ergeben können, die doch dazu führen- z.B., nur um einige zu nennen, - Oma stirbt, wirklich alter Hund wird übernommen, der die Familie und den Familienhund kennt und liebt, aber- 2 verschiedene unkastrierte Geschlechter. Man hat schon z.B. 1 Rüden, der Hündinnen liebt, aber keine Rüden im Haus duldet, möchte ihm aber ein artgerechteres Leben mit einem Zweithund gönnen. Ein Nothund, der sehr schwierig ist , braucht einen Platz, man würde sich das zutrauen, der eigene Hund ist ein Wunder an Sozialverhalten, man könnte ihn nehmen (wenn nicht wird er eingeschläfert- und genau diesen Fall gab es jetzt in einem Forum- "dem Forum, das nicht genannt werden darf". Der Hund ist tot- es gab einen solchen Platz nicht ), aber verschiedene Geschlechter...und..und..und..
In solchen Fällen macht die Kastration eines Tieres eben doch einfach Sinn (in der Regel) und da ist aus medizinsicher Sicht, wie Linnet schreibt,die Kastration des Rüden eben doch auch deutlich risikoärmer und weniger belastend in jeder Hinsicht!
Ein Wolf hat einmal im Jahr ein oder zwei läufige Hündinnen- überschaubarer Stress. Wenn man Pech hat, hat ein intakter Rüde 20 Mädels in Reichweite oder mehr. Das kann, muss nicht , zu enormem psychischen und dann u.U. auch physischem Stress führen (bis zum Nierenversagen im allerschlimmsten Falle- ja,nur im schlimmsten Falle). Merkt man, dass der eigene Rüde einem enormen Stresslevel ausgesetzt ist, solte man meiner Meinung auch darüber nachdenken, ob man ihn diesem wirklich aussetzen möchte.
Wie oben schon mal erwähnt, ist das Thema Kastration ein heißes Eisen, da es anscheinend schwierig ist, da auf der Sachebene zu bleiben, weil sehr emotional besetzt, es oft ganz viel mit Projektion zu tun hat etc.
Wahrscheinlich gibt es so viele unterschiedlich nuancierte Meinungen zu dem Thema wie HundebesitzerInnen. Wenn ihr also merkt, eine Antwort geht euch an dei Nieren (ohhhh- kleine Wortspielerei zu oben, merke ich gerade Wink ), vielleicht erst ein Tässchen Tee in der Teestube trinken, bevor ihr antwortet :)

_________________
"Jede Beziehung zwischen einem Tier und einem Menschen ist eine einzigartige Brücke,
gebaut, um nur diese beiden zu tragen.
Deshalb muss sie auch von ihnen selbst erschaffen werden“  
Suzanne Clothier



Viele Grüße
Tina


Mitglied im Circle der Kräuter- und Wetterhexen und Druiden
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