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 Diabetes-Warnhund

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Wölfchenbändigerin
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BeitragThema: Diabetes-Warnhund   Mo 10 Dez 2012 - 16:34

Hallo zusammen!

Wie ihr wisst , gibt es Hunde die in verschiedenen Bereichen uns Menschen sehr hilfreich zur Seite stehen :
Blindenführhunde , Rettungshunde , Behindertenbegleithunde , Therapiehunde und Diabetes-Warnhunde.

Genau das ist nun mein Stichwort !
Am 11. August zog Bayo-Shirin v.d.Schloßberger Wölfen bei uns ein , ein kleiner süßer Fellknäuel - ein neuer Stern an unserem Wölfchenhimmel.
Ihr Name Bayo bedeutet "die Freude bringt" und genau das tat sie von der 1. Minute an.

Nachdem wir uns eine Woche klang kennen gelernt und Bayo sich eingelebt hatte , ging ich mit ihr nach Mannheim zu dieser "Hundeschule"
http://www.hunde-nachhilfe.de/ um sie dort vorzustellen und mit ihr eine Ausbildung als Diabetes-Anzeigehund
http://www.hunde-nachhilfe.de/diabetes-warnhund-1.html zu beginnen.Sie war damals gerade mal 10 Wochen alt.

Bayo lernte schnell und es ist war immer faszinierend zu beobachten wie sie nachdenkt um zu erkennen , was wir von ihr wollen
Um irgendwann das Körbchen mit den notwendigen Unetnsilien zu bringen
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musste Bayo erst mal apportieren lernen
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Am Wichtigsten ist jedoch die Nasenarbeit
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Wenn ihr mehr erfahren wollt , dürft ihr gerne fragen- ich gebe Antwort so gut wie ich kann.
Vorerst mal genug ...............

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BeitragThema: Re: Diabetes-Warnhund   Mo 10 Dez 2012 - 16:35

Ouuuuh Mist - das mit dem Thema neu eröffnen hat nicht so ganz geklappt............... *schäm* Vielleicht kann es jemand ,der sich besser auskennt , bitte in Ordnung bringen .
Danke!
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BeitragThema: Re: Diabetes-Warnhund   Mo 10 Dez 2012 - 17:34

Das finde ich super spannend! Wie bist du auf die Idee gekommen?

Und was hast du dann nach der Ausbildung vor? Ich kann mir das im Moment nicht vorstellen. Oder hat jemand in eurer Familie Diabetes?

Wie läuft die Ausbildung ab? Ich vermute mal sehr positiv, damit Bayo den Spaß daran nicht verliert [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
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BeitragThema: Re: Diabetes-Warnhund   Mo 10 Dez 2012 - 18:21

Die Idee kam mir , als ich bei einer befreundeten Züchterin sah , was sie mit ihren Wölfen so alles macht und dass einer ihrer Nachzuchten als Behindertenbegleithund ausgebildet wurde , obwohl die Trainerin meinte : "Ein Spitz eignet sich für sowas nicht , holen Sei sich einen Retriever oder so."
Diese Hündin hat inzwischen ihrer Besitzerin das Leben gerettet!
Dann habe ich von diesen "Hypo-Hunden" gehört und erfahren , dass sich hinter diesem Begriff eben die Dia-Hunde verbergen.
Da fing es an mich zu reizen , zumal wir einen Diabetiker in der Familie haben.
Und ich kann es nun mal nicht leiden , wenn man dieser Rasse so negativ begegnet und ihnen einfach grundlos diese Fähigkeiten abspricht!

Wenn Bayo ihre Ausbildung abgeschlossen hat , werde ich mal weiter sehen , was ich mit ihr noch machen könnte.
Evtl. bilde ich sie dann noch ansatzweise als Behindertenhund für meinen Sohn aus (Dinge aufheben und bringen ) - aber das bringt die Zeit.
Die Dia-Ausbildung hat vorerst oberste Priorität!!!!

Die Ausbildung läuft nur über positive Verstärkung ab! Kein meckern , keine Ungeduld , kein schimpfen.
Als ich beim Körbchentraining merkte , dass ich undgeduldig wurde , habe ich dieses meinem Mann übertragen und er hat das mal richtig klasse hin gekriegt!
Zudem ist Bayo ein Hund , der unheimlich gern arbeitet und lernt , selbst unsere Trainerin war und ist immer wieder erstaunt mit welcher Ausdauer und Konzentration sie von Anfang an gearbeitet hat.

Und mit den richtigen Argumenten meinerseits ( Cool Speckwürfel als Leckerle!) und dem Clicker passt eines zum anderen!

Was ich persönlich aber ganz wichtig finde , sind die Auszeiten , die man einem solchen Hund unbedingt gönnen muss!!!
Bayo war erst 10 Wochen alt als sie mit dem Training begann - da ist spielen , toben , kuscheln und Kontakte mit anderen Hunden enrom wichtig!!!! Und darauf habe ich immer geachtet. , dass das nicht zu kurz kam.
Je nach Tagesform habe ich mit ihr daheim dann geübt und hatte sie mal keinen so guten Tag oder hatten wir was anderes vor , haben wir eben nichts gemacht.
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sunshine
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BeitragThema: Re: Diabetes-Warnhund   Mo 10 Dez 2012 - 18:38

Hallo, Ihr Lieben,

hab hier noch einen weiteren Link dazu ...

Wir haben die "Müllers" durch Zufall in einem Urlaub
in Dänemark getroffen ...

3 Wolfsspitze auf einem Klumpen ... da kommen nicht allzu viele
in Betracht ...

Wer Interesse hat, der kann sich ja mal auf der HP umschauen :


http://www.wolfsspitze-von-bella-lupella.de/


Liebe Grüße
Ingrid mit Esteban und Aatsche
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BeitragThema: Re: Diabetes-Warnhund   Mo 10 Dez 2012 - 18:58

Über diese Familie bin ich während meiner Recherchen auch "gestolpert" und hatte zwecks Informationen auch Kontakt aufgenommen , aber leider nie eine Antwort erhalten.

Es gibt auch Einrichtungen , die einen solchen Hund fertig ausbilden und dann zu einem entsprechenden Preis verkaufen.
Das wollte ich allerdings nicht , denn mir war und ist der frühe und dauerhafte Kontakt (zwecks Bindung) zu meinem Hund sehr wichtig!

Zudem , jeder Mensch hat auch im Unterzucker seinen ganz individuellen Geruch und ich denke , das können solche Einrichtungen nicht wirklich trainieren.

Dann bin ich auf Einrichtungen /Schulen gestossen , die mir erzählen wollten , dazu wäre nun mal nicht jeder Hund geeignet.
Spricht in meinen Augen nicht unbdeingt für diese Schule(n).
Mit der richtigen Motivation ist fast jeder Hund dafür geeignet
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BeitragThema: Re: Diabetes-Warnhund   Mo 10 Dez 2012 - 19:15

Spricht mich sehr an wie du davon schreibst. Ich bin da an sich eher skeptisch, aber auf diese Weise finde ich es völlig OK.

Hab in meiner Umgebung jetzt schon mit bekommen wie Hunde dann an die entsprechenden Menschen weiter vermittelt wurden und das fand ich dann teils sehr traurig :(

Wobei wir früher häufig eine blinde Frau mit ihrem Schäferhund (ausgebildet als Blindenführhund) trafen und zusammen liefen und sie schaute zum Glück sehr drauf, dass ihr Schäferhund seine Auszeiten hat. Sobald sie draußen in der Natur war wurde er abgeleint. Und er durfte bis zu seinem Tod (13 J.) bei ihr bleiben, obwohl er mit dem Alter natürlich nicht mehr SO 100% seine Aufgaben erledigen konnte. Das war mal ein schönes Beispiel.

Ich finds aber insgesamt grenzwertig....wie du es schreibst --> es muss den Menschen bewusst sein, dass diese Hunde viel Auszeiten brauchen. Wenn ich bedenke, dass meine Hunde abgesehen von den Spaziergängen, an denen sie viel ihr Ding machen können, aber auch gefordert werden, schlafen....da frage ich mich schon wie das gehen soll ohne den Hund zu überfordern. Gut, bei uns leben zwei Hündinnen aus dem Tierschutz mit ihren Baustellen. Für sie sind Spaziergänge vermutlich teils ähnlich wie für ausgebildete Hunde. Aber dazwischen? Wieviel Einsatz müssen die Hunde zeigen?

Gefällt mir also super was du schreibst.

Beschreibe doch mal was ihr da alles so lernt. Ich kann mir im Moment nicht vorstellen, das ein Diabetes-Warnhund alles können muss.
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Wölfchenbändigerin
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BeitragThema: Re: Diabetes-Warnhund   Mo 10 Dez 2012 - 20:10

Als erstes muss er lernen , den Geruch an sich zu erkennen und demenstsprechend zu zuordnen.

Das geht wie folgt:
Man nimmt ein Shirt , dass die betreffende Person im UZu getragen hat (Düfte kann man übrigens einfrieren ;-) !)
notiert sich Datum und den BZW.
Parallel dazu nimmt man ein TShirt gänzlich ohne Geruch , also nur mit Wasser gewaschen ohne Waschmittel und Weichspüler.

Dann besorgt man sich zwei Tontöpfe - einer wird als Zuckertopf markiert und nur in diesen kommt dann auch das Zuckershirt , denn der Topf nimmt ja auch diesen Geruch an.
Beide Töpfe mit je einem Shirt stellt man umgekehrt auf den Boden und lässte den Hund einfach machen.

In dem Moment , wo er den Zuckertopf anschnüffelt , bekommt er seinen Clicker und sein Lecker.
Beim anderen Topf kommt von uns keine Reaktion.
Die Töpfe werden dann immer , ohne dass es der Hund bemerkt , anderst positioniert und das Spiel beginnt erneut.

So lernt der Hund quasi von alleine , den Geruch kennen und erkennen.

Nebenbei , wird dem Hund das apportieren gelernt , damit er später die Dinge bringen kann , die ein Mensch im UZu benötigt.
Bei Bayo haben wir das mit einem Körbchen gemacht .
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Ein Futterdummy wäre besser gewesen.

Hunde fremd ausbilden *sfz* das macht mich auch immer sehr traurig ,denn ich denke , der Hund baut doch auch zu seinen Ausbildern eine Bindung auf und er versteht es doch sicher nicht , wenn er dann ganz plötzlich weg gehen muss.
Da mir persönlich die Seele meines Hundes / meiner Hunde sehr wichtig ist , war ich von Anfang gegen eine solche Art der Ausbildung. Hätte ich jetzt nicht das Glück gehabt , so nah eine wirklich gute Trainerin zu haben , dass der Hund in unserer Familie leben kann , wäre ich auch weiter gefahren.
In diesem Punkt finde ich auch die Einstellung des Trainers sehr wichtig und wie er auf die Hundehalter eingeht / mit ihnen umgeht.
Bayo und ich - wir gehen beide sehr gern in "unsere HuSchu"

Die Ausbildung an sich , baut meiner Meinung nach auf 3 Säulen auf.
1. Geruch erkennen
2. betroffene Person warnen (anzeigen) und sich nicht abweisen lassen , hartnäckig bleiben
3. Dinge bringen , die betreffende Person in diesem Moment benötigt

Das ist das , was ich im Moment weiss.

Auszeiten:
Was diese Hunde da leisten ist geistige Schwerstarbeit und da bin ich als Besitzer gefordert die Grenzen meines Hundes zu erkennen und zu repsektieren! Die entsprechenden Auszeiten sind das Mindeste , was ich ihnen da zugestehen muss.
Je nachdem wie oft und tief ein Mensch in den UZu fällt , ist natürlich auch der Hund gefordert. Da gibt es keinen minutengenauen Fahrplan. Umso wichtiger ist es , die freien Zeiten hundegerecht zu verbringen.

Ich hoffe , ich habe deine Antworten so weit beantworten können.

Alles in allem finde ich es eine tolle Sache einen Hund so auszubilden , dass er den Menschen helfen kann.
Was er lernt , dürfte ihm ziemlich egal sein - er hat eine Beschäftigung und dümpelt nicht nur so vor sich hin.
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Lovis
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BeitragThema: Re: Diabetes-Warnhund   Mo 10 Dez 2012 - 20:21

Finde es auch superspannend und hoffe, wir hören sehr viel mehr ( habe, wie ihr seht, auch gleich mal das Forum entsprechend ein klitzekleines bisschen umgestaltet!!! Wink )
Ja, ich denke, die Auszeiten sind sehr wichtig. So, wie du es beschreibst, Ilona, klingt es prima.
Finde es auch wirklich mehr als lobenswert, wenn man sich selber so gut im Blick hat, dass man sich an manchen Punkten rechtzeitig zurück nimmt, wie du bei der Körbchensache.

Ja, Fremdausbildung ist etwas, was ich eigentlich ablehne.... aber was, wenn ein Hund ein erfülltes Leben bei jemand Behindertem haben könnte, die beiden ein tolles Team werden können, sich die betreffende Person wahnsinnig einen Hud wünscht und es für den entsprechenden Menschen ein extremer Gewinn an Lebensqualität ware, er aber den Hund auf Grund seiner Behinderung nicht selber ausbilden kann und unausgebildet auch keinen halten kann.... Rolling Eyes
Toll wären halt Kozenzepte wo schon der Welpe den zukünftigen Besitzer kennen lernt! Und ja, natürlich muss er im Alter da bleiben dürfen!!!

Ich kann mir auch nicht vorstellen, einen Hund ein Jahr zu haben und abzugeben, aber andererseits sehe ich jeden Tag Mensch/ Hund " Teams" , die quasi null Bindung zueinander haben... , für diese Hunde wäre jede Verbesserung ein Plus ( dem Besitzer gebe man einen lebensechten Roboter, der dem Hund gleicht und er merkt gar nix, seufz...)
Sind nur so Gedankengänge....

Einem Hund auf Grund der Rasse die Befähigung zu einem Job generell abzusprechen, finde ich, spricht allerdings gegen eine Hundeschule ( na gut, einen Dackel bei Windhundrennen mitlaufen zu lassen, konnte lebensgefährlich sein.. , aber generell eben)

_________________
"Jede Beziehung zwischen einem Tier und einem Menschen ist eine einzigartige Brücke,
gebaut, um nur diese beiden zu tragen.
Deshalb muss sie auch von ihnen selbst erschaffen werden“  
Suzanne Clothier



Viele Grüße
Tina

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Mitglied im Circle der Kräuter- und Wetterhexen und Druiden
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BeitragThema: Re: Diabetes-Warnhund   Mo 10 Dez 2012 - 20:43

Tina - ich bin ja nicht grundsätzlich gegen Fremdausbildung - nur für mich wäre es nicht in Frage gekommen!

Und dass ein solch ausgebildeter Hund eine Bereicherung für einen behinderten Menschen ist und desse Lebensqualität steigert , steht für mich ausser Frage.
Das sind dann Momente , wo ich mir denke : irgendeinen Tod muss man nun mal sterben..................

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Dörte
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BeitragThema: Re: Diabetes-Warnhund   Di 11 Dez 2012 - 13:06

Das klingt ja nach einer ganz prima Sache für Hund und Mensch, die Ihr da macht!
Als UZu-Melder ist der Hund doch sicherlich nicht so gefordert wie ein Behindertenbegleithund, oder?

Das Leben für Blindenführhunde & Co ist sicher sehr anstrengend, stelle ich mir so vor. Andererseits kann solch ein Leben auch viel Qualität haben, wenn der Hund seinen Job gerne macht und mit seinem Chef ein gutes Team bildet.

In Sachen Selbstausbildung zum Blindenhund gab es ja gerade vom Rütter unsägliche Folgen: eine stark sehbehinderte Frau schaffte sich einen Labi aus Leistungszucht an und wunderte sich, daß er nicht sofort als Blindenhund lief... Sicher gut gemeint, aber wie Wolf Biermann zu sagen pflegte:
Das Gegenteil von Kunst ist "gut gemeint".

Ich hoffe, wir kriegen hier noch viel von der hübschen Bayo zu lesen!

Beste Grüße,
Dörte und VierbeinerInnen.
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BeitragThema: Re: Diabetes-Warnhund   Di 11 Dez 2012 - 14:02

Nun ja ........... ein UZu-Hund hat eigentlich immer dann Bereitschaftsdienst , wenn der Diabetiker in seiner Nähe ist.So wie der Diabetiker in den UZu geht , muss der Hund sofort parat stehen und seinen Job machen. , denn da geht es dann oftmals wirklich um Sekunden , die über Leben und Tod entscheiden können.
Fällt ein Diabetiker erst mal in´s Koma , kann ihm sein Hund bringen was er will , der Diabetiker ist dann ja nicht mehr in der Lage sich selbst zu helfen. Für mich ergibt sich da die Frage , welche Möglichkeiten hat der Hund dann noch seinem Besitzer zu helfen.
Legt ein Dia-Hund auch eine offizielle Prüfung ab , darf er sogar als Behindertenbegleithund geführt und somit überall mit hin genommen werden.
Mal schauen , ob wir diese Prüfung machen dürfen , denn so weit ich weiss , sind z.Z. nur Hunde von offiziellen Ausbildungsstätten dort zugelassen. Und da ist wieder mein Problem : diese Hunde bekommt man erst wenn sie fertig ausgebildet sind.

Ein Behindertenbegleithund ist je nach Behinderung seines Besitzers "nur" in dem Moment gefordert , wenn der Behinderte seine Hilfe braucht. Ebenso der Blindenführ- oder Rettungshund.

Unser Training sieht im Moment nun so aus :
Ich verstecke den Topf mit dem UZu-Shirt und hole Bayo. Sie muss ihn dann schnellstmöglich finden und energisch anzeigen.
Heute Vormittag hatte ich den Topf im Schlafzimmer unter dem Nachttisch versteckt.
Bayo kommt und rennt direkt in´s Schlafzimmer zum Topf und haut mit der Pfote dagegen.
Ich lobe sie , sie bekommt ihren Speckwürfel und dann warte ich .

Nun muss sie erneut nergeisch den Topf anzeigen "Hallo , hier ist es !!!!"
Und das tut sie dann so heftig , dass der Topf umfällt. Sie schaut mich fragend an : "Na? Siehste jetzt was los ist?"
Wir wiederholen das Ganze noch zweimal , den Ziel dieser Übung ist es , hartnäckig zu werden und zu bleiben!

Es nützt nichts , wenn sie den Diabetiker nur einmal aufmerksam macht und dann die Sache als erledigt betrachtet.
Sie muss so lange dabei bleiben , bis der Diabetiker reagiert und dementsprechend agiert.

Unsere zweite Übung z.Z. :
Bayo darf das Körbchen im Moment nur noch auf Kommando bringen!
Also stelle ich es hin und wenn sie es sich ohne Kommando nehmen möchte , nehme ich es schnell und komentarlos wieder weg.
Das wird so lange wiederholt , bis sie nicht mehr alleine entscheidet und auf das Kommando wartet.

Dann bekommt sie das Kommando von mir , sie geht , schnappt sich das Körbchen und bringt es mir - gibt es mir in die Hand.
Und damit hat sie ihren Job erledigt.

Irgendwann steht das Körbchen immer an einer Stelle , die für Bayo erreichbar ist.
Würde sie nun nach eigenem Gutdünken , das Körbchen durch die Gegend tragen , wäre das nicht Sinn der Sache , denn sie soll es ja nur im Notfall bringen. In der übrigen Zeit darf es für sie nicht interessant sein.

Diese Übung wird gemacht , dass das Körbchen überall stehen bleiben kann ohne dass es für Bayo interessant ist.

Der nächste Schritt ist dann , den UZu-Geruch mit der Aktion "Körbchen bringen" zu verknüpfen.
Das heisst , sie wird lernen , wenn es so riecht , muss ich das Körbchen holen!


Eines sollte aber jedem , der seinen Hund so ausbilden möchte ganz klar sein :
"Dieses Kind lernt nicht von heute auf morgen laufen" -
da ist sehr viel Geduld , Einfühlungsvermögen und Fingerspitzengefühl gefragt.
Menschlicher Ehrgeiz ist da fehl am Platz.

Ich weiss , dass Bayo und wir vorrausssichtlich noch ein bis eineinhalb Jahre da dran arbeiten werden.
Aber das ist es allemal wert!
Wenn ich meine Maus dabei beobachten kann , wie sie umsetzt , was sie gelernt hat - da krieg ich immer Gänsehaut , nen Kloß in den Hals und Augenpipi...................... das ist einfach nur wunderschön und das Wort "Team" bekommt eine ganz neue Bedeutung!
Und dann weiss ich , dass sie den richtigen Namen bekommen hat!
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sunshine
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BeitragThema: Re: Diabetes-Warnhund   Mi 12 Dez 2012 - 12:22

Huhu Ilo,





Liebe Grüße
Ingrid mit Esteban und Aatsche
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BeitragThema: Re: Diabetes-Warnhund   Mi 12 Dez 2012 - 12:44

Huhuuu Ingrid sunny



Wenn ich gerade hier bin , möchte ich euch ganz tolle Neuigkeiten von Bayo berichten.

Vorgestern in der Frühe - lange bevor der Wecker geklingelt hat - hat unsere Bayo meinen Mann geweckt.
Sie hat ohne Unterlass sein Gesicht abgeschleckt.

Als er wach wird , denkt er erst mal , dass sie raus muss und steht auf.
In dem Moment spürt er , dass er im UZu ist und seine Messung hat das auch bestätigt.
Somit hat unser Bayo zum ersten Mal , mit noch nicht mal 6 Monaten , meinen Mann gewarnt und ihm so die Möglichkeit gegeben , seinen Zucker zu korrigieren - sprich : er hat ein halbes Glas selbstgemachte Birnenmarmelade gegessen!

Ich hab mal wieder geschlafen wie ein Bär im Winter und nichts mitgekriegt.
Als er mir beim Frühstück davon erzählte , bekam ich Gänsehaut , hatte nen Riesenkloß im Hals und mir sind vor lauter Glück die Tränen gekommen.


Ich bin sowas von stolz auf meine kleine Like a Star @ heaven Maus !!!!

Danke (Wolfspitz-)Kerstin für dieses wunderbare Wesen!!!!
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sunshine
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BeitragThema: Re: Diabetes-Warnhund   Mi 12 Dez 2012 - 12:50

Ilo, da hab ich aber auch Gänsehaut ...
das ist doch schon alles so super und
auch beruhigend für Dich.
Ich freu mich ganz dolle für Euch. Very Happy

Liebe Grüße
Ingrid mit Esteban und Aatsche
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Emmaschatz
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BeitragThema: Re: Diabetes-Warnhund   Mi 12 Dez 2012 - 14:07

Oh, Ilona,


das ist ja toll. Wie schlau die Kleine ist. Wie schön, so etwas zu lesen. sunny

Ihr könnt aber richtig stolz sein und Euch quasi auch jetzt schon auf sie verlassen.



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Franzi
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BeitragThema: Re: Diabetes-Warnhund   Mi 12 Dez 2012 - 14:30

...ich habe jetzt auch einen Kloß im Hals
und Pipi in den Augen. Gut gemacht kleine Bayo Wink
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BeitragThema: Re: Diabetes-Warnhund   Mi 12 Dez 2012 - 14:59



Ja , wir sind mächtig stolz auf unsere Bayo!!!!

So wirklich verlassen möchte ich mich aber noch nicht auf sie - ich denke , diese Erwartung wäre einfach zu groß.
Und wie schnell werden zu große Erwartungen enttäuscht - das möchte ich ihr und uns ersparen.
Wir sind glücklich über diesen ersten Schritt und freuen uns sehr darüber - wissen aber auch , dass noch viel Arbeit vor Bayo und uns liegt.
Sie wird nun auch bald in das kritische Alter kommen. Wer weiss , wie sie dann Lust zum lernen und arbeiten hat.

Ich sehe ihre Fortschritte wie ein Puzzle - die ersten Teile sind nun zusammengefügt und passen , aber bis wir ein fertiges "Bild" von Bayo als Dia-Anzeige-Hund haben , braucht es noch seine Zeit - und die soll und wird sie bekommen.

Einer unserer nächsten Schritte wird sein , dass mein Mann das Shirt nochmal anzieht , dass er im UZu an hatte und sich ins Bett legt.
Mal schauen , was sie dann macht........................... Cool

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BeitragThema: Neues von Bayo   Do 13 Dez 2012 - 21:16

Heute Abend haben wir in Eigenregie den nächsten Schritt gemacht Cool aber niemandem verraten .....

Übung am lebenden Objekt:
Mein Mann hat das Shirt angezogen , dass er dieser Tage im UZu anhatte , als Bayo ihn geweckt hat.
Er hat sich im Schlafzimmer (Tür zu) umgezogen und ich bin derweil mit Bayo in´s Wohnzimmer.

Sie wurde sofort richtig kirre und ist blitzschnell zur Schlafzimmertür hin gerannt , wollte da rein.
Ich hab sie dann wieder mit in´s Wohnzimmer genommen und als mein Mann das Signal gab , dass er jetzt umgezogen im Bett läge und die Tür aufgemacht hatte , habe ich sie laufen lassen
Und sie rennt ganz aufgeregt ins Schlafzimmer , springt auf´s Bett und schleckt meinem Mann aufgeregt im Gesicht.
Als sie nicht sofort eien Bestätigung bekam , wurde sie energischer : "Hallo , merkt ihr denn nicht , was hier los ist?"

Das wollte ich - nicht nachlassen sollte sie , sondern darauf bestehen und hartnäckig bleiben , bis wir es zur Kenntniss nehmen!

Sie hat dann ihre Speckwürfel bekommen - morgen früh gehen wir wieder zum Training Very Happy
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Lischen
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BeitragThema: Re: Diabetes-Warnhund   Do 13 Dez 2012 - 21:50

Coole Sache Shocked
Stress sie diese Situation sehr oder ist es für sie nur ein Spiel?

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BeitragThema: Re: Diabetes-Warnhund   Do 13 Dez 2012 - 22:03

Weder noch!

Es ist für sie einfach was ganz Tolles , denn es wurde immer nur postiv bestätigt.
Und sie spürt ja wie glücklich wir über ihre Fortschritte sind sehr genau
und darüber freut sie sich ja auch.
Sie arbeitet so gerne , dass es , wenn überhaupt , eigentlich nur positiver Stress wäre.

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oldy
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BeitragThema: Re: Diabetes-Warnhund   Do 13 Dez 2012 - 22:11

also,

ich bewundere solche hunde und seine menschen!

das ist ja echt...... [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.] [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.] [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.] [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.] [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.] [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.] [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
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BeitragThema: Re: Diabetes-Warnhund   Do 13 Dez 2012 - 22:52

Wow, das ist richtig klasse

Und es freut mich zu lesen, dass du den Ehrgeiz außen vor lässt und deiner Bayo die nötige Zeit gibst, um in Ruhe und mit Freude das zu lernen was ihr von ihr wollt. Super sunny
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noname
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BeitragThema: Diabetes-Warnhund   Fr 14 Dez 2012 - 1:31

Liebe Ilona, Deine Bayo ist ja super. Da Spitze außerordentlich klug + lernfähig sind, wird Bayo so bleiben + besser werden. Mein allergehorsamster Hund ist meine kleine halbe Wolfsspitzdame. Ohne mein Zutun. Sie war von allem Anfang an so. Ich bekam sie mit 10 Wochen. Reiner Zufall: Ein Freund meines jüngsten Sohnes hatte "Dorfhundnachwuchs" von einem unerwünschten Freier seiner Wolfsspitzhündin. + ich mußte natürlich gucken gehen!!Kiwah wurde dann 3. Hund. Sie + ich- das war einfach Liebe. Daher datiert meine Vorliebe zu Spitzen. Die ich niemals haben wollte. Auch keinen Mix. Spitze sind sehr klug, sehr lernfähig, sehr anpassungsfähig. Allerdings würde ich eine Ausbildung durch Fremdpersonen für die Rasse auch ablehnen. Sie binden sich sehr an Menschen ihres Rudels+ trauern lange, wenn sie weggegeben werden. Du gehst da einen tollen Weg. Was hat Dein Sohn für eine Behinderung? Magst Du es uns erzählen+ kannst Du für ihn nicht einen Deiner anderen Spitze ausbilden?
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Emmaschatz
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BeitragThema: Re: Diabetes-Warnhund   Fr 14 Dez 2012 - 12:14

Oh Ilona!

Das ist ja sensationell, wie gut das bei Euch läuft. Viel Spaß beim "offiziellen" Training.
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